28.08.2009

Eine gebärdensprachige Universität in Bad Kreuznach
Konferenz zum Gedankenaustausch über eine Vision

Veranstaltungszeit: 28.08.09, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr
Ort: Alzeyerstr.27, LBM – Landesbetrieb Mobilität, 55543 Bad Kreuznach

Teilnehmer: Herr Peter Anheuser, Stadtrat und Initiator des Projektes; Herr Rüdiger Sailer, Präsident des Deutschen Gehörlosenbundes; Herr Dr. Ingo Barth, Universität Berlin; Herr Canis,BKEG; Herr Dr. Clausen, Pfarrer der Johanneskirchengemeinde; Frau Elfie Decker-Huppert, Pfarrerin Markuszentrum; Frau Doris Fähndrich, Protokoll; Herr Herbert Fey, Vorsitzender des Nahetal Gehörlosenvereins; Frau Fey; Herr Karl Ludwig Profit, Lehrer an der Gehörlosenschule Frankental; Herr Rika, BKEG; Herr Jonas Anton und Herr Toby Escher, Webmaster; Herr Harry Wittlinger; Gabi Heling, Susanne Baldruschat, Gerdo Wittlinger mit Tochter, Frau Barbara Anton, Mitglieder der Gehörlosengruppe des Markuszentrum; Frau Mimi Clausen, Initiatorin des Projektes; Frau Klug und Frau Flavio Bianco, Dolmetscherinnen

Moderation: Herr Dr. Clausen
Protokoll: Frau Fähndrich
Top 1:
Nach kurzer Erläuterung zum Ziel des Treffens, Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer zitiert Herr Clausen den Bibelvers des Tages, der lautet: „Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.“ Markus 7,37.

Top 2:
Herr Anheuser entschuldigt Herrn Ludwig und Herrn Pörksen, die wegen Wahlkampfverpflichtungen absagen mussten. Er stellt fest, dass die Idee der Gründung einer gebärdensprachigen Universität von Seiten des Stadtrates fraktionsübergreifend positiv gesehen wird. Derzeit sucht er die Unterstützung beim Europäischen Parlament, beim Bundestag und bei der Landesregierung. Der nächste geplante Schritt sei ein Gespräch mit der Rheinland-Pfälzischen Bildungsministerin.

Top 3: entfällt

Top 4: entfällt

Top 5:
Herr Canis stellt sich als Geschäftsführer der Stadtwerke vor und erläutert kurz die Aufgaben der BKEG (Bad Kreuznacher Entwicklungsgesellschaft).

Die ehemaligen “Rose barracks”, das Gelände, auf dem die Gebärdensprachige Universität entstehen könnte, soll künftig “Gewerbepark General Rose” heißen und gehört zu den 5 ehemaligen Liegenschaften der US-Armee, die nach deren Abzug 2002 an das Land zurückgegeben wurden. Diese Liegenschafen wurden 2006 von der BKEG erworben und werden von dieser erschlossen und für den Verkauf vorbereitet. Gesellschafter der BKEG sind zu 3/6 die LBBW, 2/6 Die BGK und mit 1/6 die Sparkasse Rhein-Nahe. In einer Filmpräsentation wird Bad Kreuznach als attraktiver Wohnort und Gewerbestandort vorgestellt. U. a. wird der künftige Gewerbepark General Rose mit seinen Grünflächen und sieben historischen Gebäuden, die erhalten bleiben sollen, gezeigt.

Die Erschließungsarbeiten sollen Ende 2009 beendet werden. Herr Canis beschreibt, welche Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände bestehen: Büro und Dienstleistung, Fortbildung, Hotel, nicht störende gewerbliche Nutzung. Die Turnhalle wird Olympiastützpunkt. Es entsteht ein Justizzentrum und es wird an Sozialimmobilien gedacht. Ein Gebäude wird bereis vom LBM (Landesbetrieb Mobilität) genutzt, ein Gebäude wurde von einer EDV-Firma gekauft. Für zwei weitere Gebäude hat die Stadt das Vorkaufsrecht. Demnach stehen für die Universität diese beiden Gebäude sowie drei weitere zur Verfügung. Zusätzlich könnten vier kleine Gebäude für Wohnzwecke genutzt werden und die ehemalige Kantine könnte zur Mensa umgebaut werden.

Auf Anfrage von Herrn Barth erläutern Herr Canis und etliche andere Anwesende, dass es zwar nicht auf dem Gelände, jedoch in der näheren Umgebung zahlreiche Einrichtungen für sportliche Aktivitäten gibt.

Top 6:
Herr Herr Sailer erzählt, dass er erst seit wenigen Monaten der Präsident des DGB ist. Da er seinen Arbeitsschwerpunkt in der Bildung sieht, fühlt er sich von der Idee der Gründung einer gebärdensprachigen Universität sehr angesprochen. Es freut ihn, dass dieser Anstoß von einer kleinen Stadt und von einem Kurort kommt. Möglicherweise sei Deutschland, das er gerne im Gegensatz zu den USA das „Land der begrenzten Möglichkeiten“ nannte, doch nicht so begrenzt.

Der DGB hat 80 000 Mitglieder. Insgesamt gibt es in Deutschland 7 Millionen Menschen, die entweder gehörlos sind oder schlecht hören. Die gehörlosen Sportverbände haben 35 000 Mitglieder. Erst seit ca. 70 Jahren haben sich die Bildungschancen für Gehörlose etwas verbessert. Dazu beigetragen haben bessere Schulen für Gehörlose, die gesetzliche Anerkennung der Gebärdensprache und der Einsatz von Dolmetschern. Vor 10 Jahren wurde auch versucht eine virtuelle Universität für Gehörlose zu gründen. Bildung ist für ihn ein wichtiges Menschenrecht. Hr. Sailer befürwortet die Idee, eine gebärdensprachige Universität in Bad Kreuznach einzurichten und sagt seine Unterstützung zu.

Herr Dr. Ingo Barth berichtet, dass Gebärdensprache für ihn sehr wichtig ist, da er in der dritten Generation aus einer gehörlosen Familie stammt. Er hat in Essen an einer der bundesweit nur drei Schulen an denen dies für Gehörlose möglich ist, das Abitur gemacht und anschließend in Berlin Physik studiert. Seine Doktorarbeit hat er in theoretischer Chemie abgeschlossen und arbeitet derzeit in der Forschung. Er würde auch gerne unterrichten, was allerdings in seinem Fachgebiet nicht möglich ist, solange es keine gebärdensprachige Universität mit gebärdensprachigkompetenten Studenten gibt. Nach seiner Einschätzung gibt es in Deutschland ca. 6-7 (Ergänzung: ca. 10, IB) Gehörlose, die fähig sind, einen Doktortitel zu erwerben und etwas mehr Hörgeschädigte, die dafür in Frage kommen. Er betont, dass es sehr wichtig ist, dass die Universität gebärdensprachige Universität und nicht Gehörlosenuniversität heißt, und somit nicht nur für gehörlose, sondern auch für hörgeschädigte und hörende Professoren und Studenten zugänglich ist. Da es in den verschiedenen Ländern verschiedenen Gebärdensprachen gibt, ist es wichtig, dass die Lehrenden und Studenten DGS (Deutsche Gebärdensprache) und als Schriftsprachen Deutsch und Englisch beherrschen.

Welche Fächer soll die Uni anbieten? Zu dieser Frage könnte man eine Umfrage an den gymnasialen Oberstufen für Gehörlose in Essen, Berlin und München starten. Bisher wird nur gebärdensprachige Linguistik und Dolmetschen als Studienfach für Gehörlose angeboten. (Ergänzung: Bisher werden vor allem sprachwissenschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Studienfächern für Gehörlose angeboten, insbesondere in Hamburg, IB). Er wünscht sich Studiengänge im naturwissenschaftlichen Bereich, kann sich auch gut Theologie, Jura, Politik, EDV oder Grafikdesign vorstellen.

Die Zusammenarbeit mir dem DGB sei sehr wichtig. Weiterhin regt er an, in der Öffentlichkeitsarbeit statt mails Briefe zu versenden, ein Logo zu entwerfen und zu benutzen und vor allem Informationen über das Gehörlosenportal im Internet “Taubenschlag” zu verbreiten.

Herr Profit engagiert sich seit langem zusammen mit seiner Frau für die Verbesserung der Chancen von Gehörlosen. Er hatte eine gehörlose Pflegetochter und ist Lehrer an der Gehörlosenschule in Frankenthal.
Für Herrn Profit ist die Frage der Gebäude sekundär. Für Bad Kreuznach spricht allerdings u. a. die zentrale Lage und die Tatsache, dass es viele Gehörlosenschulen im Umkreis gibt. Auch die Landesregierung sei relativ gehörlosenfreundlich. Wichtig sei es zu betonen, dass die Universität eine Europäische Universität ist, damit sie sich lohnt. Zwar gebe es große Unterschiede zwischen Europa und den USA, dennoch sollte eng mit Gallaudet zusammengearbeitet werden.

Herr Profit hat sich von seinem Sohn, der angehender Jurist ist, beraten lassen und kam zu folgenden Schlussfolgerungen: Die Uni sollte nicht privat, sondern öffentlich finanziert werden. Geldquellen können sein: Konversionsgelder, die EU, Landesgelder für Behindertenpolitik. Denkbar wäre das Konzept einer staatlichen Profilhochschule, die nicht von Anfang an eine Volluniversität sein müsste.

Man müsste im Innenministerium Frau Weis ansprechen, die für die Konversionspolitik zuständig ist und den Landesbehindertenbeauftragten.

Eine Machbarkeitsstudie mit Überprüfung der juristischen Fragen sei wichtig. Diese müsse finanziert werden. Sein Sohn könne mitarbeiten oder man könnte eine Kanzlei finden, die pro bono arbeitet.

Herr Wittlinger ist erstaunt und positiv überrascht, das ein Projekt wie die gebärdensprachige Universität in Bad Kreuznach initiiert wurde, und unterstützt die Idee.

Frau Huppert berichtet, dass in der Johanneskirchengemeinde eine transportable Induktionschleife für Schwerhörige gekauft wurde, die in beiden Kirchen verwendet werden kann.

Es sind drei Gottesdienste mit Gebärdenspracheübersetzung geplant: am Ersten Advent, 11 Uhr, am Heiligen Abend 16 Uhr, und ein ökumenischer Gottesdienst am 1. Januar.

Herr Sailer betont nochmals, dass ein Bedarf an der Gebärdensprachigen Universität besteht. Es gibt derzeit 100 gehörlose Studenten in Deutschland. Wichtig sei es, sich um staatliche Förderung zu bemühen und die Kirche mit einzubeziehen. Er regt an, nicht nur die rheinland-pfälzische Landesregierung, sondern auch die Regierungen der angrenzenden Bundesländer anzusprechen.

Herr Anheuser betont die Wichtigkeit der Europäischen und der Bundesebene bei einem solchen Projekt. Er werde auch von Herrn Pörksen unterstützt, kennt bereits Frau Weis im Innenministerium und hat den Fraktionsvorsitzenden der konservativen Partei im EU-Parlament für die Idee gewonnen.

Frau Clausen ist als Amerikanerin selbst bilingual und unterstreicht die Wichtigkeit der Gebärdensprache. Sie hat bereits Kontakt mit den Mitarbeitern von Gallaudet aufgenommen und berichtet, dass Professor Dirkson Baumann und seine Kollegen die Idee der Gründung einer gebärdensprachigen Universität in Europa begrüßen und unterstützen.

Top 7:
Herr Clausen stellt fest, dass sich alle Anwesenden darin einig sind, das Projekt weiter voranzubringen. Die Fragen, die jetzt zu klären sind, sind die der Finanzierung, der Zielfestlegung und der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie. Er schlägt vor, eine Steuerungsgruppe zu gründen, die sich mit den anstehenden Fragen beschäftigt und diese Studie in Auftrag gibt. Alle Anwesenden stimmen für eine solche Gruppe. Herr Clausen stellt fest, dass der DGB, die Stadt Bad Kreuznach, die Kirche und jemand mit juristischen Kenntnissen mitarbeiten sollte. In der evangelischen Kirche gibt es Experten für Bildung und Politik, die er darauf ansprechen wird. Herr Sailer wird Frau Sabine Fries, Präsidiumsmitglied des DGB bitten, an der Gruppe teilzunehmen. Herr Anheuser, Herr Profit und sein Sohn werden ebenfalls mitarbeiten. Herr Barth wegen seiner Kenntnisse universitärer Strukturen und Frau Clausen werden ebenfalls gebeten an der Gruppe teilzunehmen und sind dazu bereit. Frau Clausen wird sich um die Organisation kümmern und zu einem Treffen einladen..

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A European Sign Language University in Germany.
Conference for Sharing a Vision

Venue Bad Kreuznach, Germany
Time: August 28. 2009 LBM Building Alyzerstr. 27 Bad Kreuznach 20:00

Participants:
Mr. Peter Anheuser, Town Councilor and initiator of the project;
Mr. Rüdiger Sailer, President of the German Deaf Association
Dr. Ingo Barth, University of Berlin
Mr. Canis, BKEG
Rev. Dr. Clausen, Pastor of the Congregation of St. John’s (Moderator)
Rev. Elfie Decker Huppert, Pastor of the Congregation of St. John’s
Mrs. Doris Fähndrich, (minutes secretary)
Mr. Herbert Fey, Chairman of the Nahe Valley’s Deaf Association
Mrs. Fey;
Mr. Karl Ludwig profit, teacher at the school for the deaf, Frankenthal
Mr. Rika, BKEG
Mr. Tobias Escher, web master
Mrs Mimi Clausen, organizer and co-Initiator of the project
Mrs. Klug and Mrs. Flavio Bianco, interpreters.

Interested members of the public:
Mr. Jonas Anton, Mrs Barbara Anton, Mr. Harry Wittlinger; Gabi Heling,
Susanne Baldruschat, Gerdo Wittlinger with daughter

Excused : Mr Carsten Pörksen, (Town Councilor, SPD) and Lord Mayor Andreas
Ludwig

Topic 1:
The meeting began with Rev. Dr. Clausen welcoming all the visitors explaining the goals of the meeting and then opening the meeting by reading a short Biblical Passage taken from the August 28 Lesson of The Day. The groups participants were all astounded to hear that the day’s reading was taken from Mark 7:38: “He has done all things well.
He even makes the deaf hear and the mute speak.“

Rev. Dr. Clausen then invited the participants to introduce themselves and share their thoughts on the idea of founding a European University of Sign Language in Bad Kreuznach.

Topic 2:
Mr. Anheuser sent Mr Pörksen’s apologies along with the Lord Mayor’s Mr. Andreas Ludwig who had to cancel because of election campaign obligations. Mr Anheuser went on to state that the idea of the establishment of a Sign Language University is seen by the Town Council across the board as as a positive venture. At present he is looking for the support from the European Parliament, the Bundestag and the Federal State Government. The next planned step is a discussion with the Rhineland-Palatinian Minister of Education.

Topic 3: omitted

Topic 4: omitted

Topic 5:
Mr. Canis then introduced himself as managing director of public utilities and described briefly the tasks of the BKEG (Bad Kreuznacher Development Company).

The land and buildings where the Sign Language University could develop, are the „Rose Barracks“, a former military installation belonging to those properties of the US army, which had been returned to Germany’s Federal State after the American troops moved out of Bad Kreuznach in 2002 will be from now on referred to as Industrial Park General Rose.

These properties were taken over in 2006 by the BKEG who acquired them and prepared
them for sale. Partners of the BKEG are to 3/6 the LBBW, 2/6 the BGK and with 1/6 the Savings Bank Rhine-Nahe.

Mr Canis then went on to show a film presentation of Bad Kreuznach showing its attractiveness and job potentials, combining both residential with trading areas, not forgetting the natural surrounds of vinyards and woods. The film showed vacant buildings
which could be of use in a university setting (for classes, dorm rooms and cafeteria) as well as land to build on as well sa seven historical buildings which will be preserved.

The development work are foreseen to end at the end of 2009. Mr. Canis described possibilities of use for the existing buildings: Office and service, advanced training, hotel, certain types of commercial use.
Certain buildings are already in use, such as a gymnasium used by the Olympic Bad Kreuznach Trampoline Team. Other buildings include a doctor’s surgery, and a new County Court Building.

One building is used by the LBM (national enterprise mobility), a building is already bought by a EDP (a data processing company). For two further buildings the city has the purchase option. Were these not used by the city, they, along with three further, buildings would be available for the university.

Dr. Barth noted, there were no sports facilities available on the areal. Mr. Canis and some others present replied that there are numerous sporting facilities nearby which would be available to university students. (Football pitches and swimming pools)

Topic 6:
Mr. Sailer was next to introduced himself as the newly appointed president of the DGB
(German Deaf Association) Since his main focus is on education, he finds the idea of a Sign Language University very compelling.

It was happy to hear that this idea originated from this small town renown for its spa, and thermal baths health resort. Indeed he was very surprised to hear that such an idea had originated in Germany. This sort of thing one would expect, would come from the land of “unlimited possibilities” The United States. (On a humorous note, one of the
initiators signed him in German Sign Language that she was American so there was joint nation planning.)

Mr. Sailer described that the German Association for the Deaf had 30,000 members and that in Germany nationwide there were 80,000 persons who are either deaf or hearing-impaired. He agreed with Dr. Barth, that sport was extremely important to the deaf, and that the deaf sport federations had a total of some 11,000 members.

According to Sailer, the chances for educating the deaf have improved only in the past 70 years. Important landmarks in this development include the recognition of German Sign Language to be a language in its own right (2002), and the law which espouses the right for the deaf to have access to translators.

1.*NB (Mimi Clausen adds here as editor)Whilst it is the case that by law, students have the right to translators, this does not mean that there are enough of those translators available, or that students can pay their costs or always get the funds from institutions to cover these costs.

Translators can ask between €55-65 per hour including that same payment for travel costs. The cost that a hearing impaired or deaf person pays that a hearing colleague must not pay, may be well over €5,000 per month.

If I am not mistaken, there are fifteen students studying in Berlin University at present, but only 3 half time translators. In summary, it is a well known fact that there are huge
hurdles to jump over in getting one’s degree for those whose first language is DGS (German Sign Language).

Rudi Sailer:
Ten years ago, there was an attempt to create a virtual university. (The idea never really did take off).
The right of education is an important human right, added Mr. Sailer.
For his part, he supports the initiative and would endorse there being a European Sign Language University in Bad Kreuznach.

Dr. Ingo Barth was third to introduce himself, saying it was vital to him to be able to communicate in sign language being third generation from a deaf family.

He mentioned that there are only three schools available nationwide in Germany where deaf students may get their high school degrees. He studied in one of them, in Essen and then went on to study physics.
Later he was awarded his doctorate in theoretical chemistry, where he presently works doing research.

Theoretically he would very much like to teach his subject in German Sign Language, but at present there are no opportunities for him doing so. He therefore very much supports the idea of such a university.

According to him, there are approximately 10 deaf students nearing Doctorate completion, and even more candidates who are hearing-impaired also close to receiving their doctorates. For this reason, it is very important that such a university have the title European Sign Language University, and not University for the Deaf as this would exclude the participation of both “hearing-impaired”, and “hearing” students and professors who might want to come and teach and learn.

Dr. Barth stressed that because there are many European Sign Languages, it would be important that this university have as its main languages, German Sign Language, written German and written English.

Which subjects should the university offer? To this question one could start offer a questionnaire in the latter classes of high school stages available to the deaf in Berlin, Munich and in Essen.

Until now, the only sign language courses offered at university level are in linguistics and in sign language translation in particular in Hamburg, and scientific academic research into deafness.

Dr. Barth wished that there be courses offered in natural science but would support courses in theology, law, politics, computer studies- data processing , graphic design. Co-operation with the DGB (German Deaf Association) Dr. Barth sees as vital.

On a secondary note, he mentioned the importance of using the internet portal called Taubenschlag, and also mentioned that written letters with appropriate letterhead be issued instead of emails.

Karl Ludwig Profit introduced himself as one who for several years along with his wife, were engaged for the improvement of the chances for the deaf. They had adopted a deaf daughter and he himself, taught at a school for the deaf in Frankenthal.

Mr Profit saw the idea of having available buildings as secondary. Near to Bad Kreuznach there are two schools for the deaf. Also the federal state government is considered relatively friendly towards the concerns of the deaf.
The main point for him is the idea of a European Sign Language University.
Given there would be large differences between Europe and the USA, there should nonetheless be co-operation with the deaf university in Washington DC, Gallaudet.

Mr. Profit sought his son’s advice who will shortly be starting to work as a lawyer and came to the following conclusions: The university should be financed not privately, but publicly. Financial resources can be: Conversion funds coming from among others the European Union, national funds for people with disabilities. The concept of a national
profile university, which would not have to be a full university from the outset, would be conceivable. One would have to confer with Mrs.
Weis, Ministry of the Interior, who is responsible for conversion politics and also for dispensing national funds earmarked for the disabled.

A feasibility study examining the legal questions involved is important. This must be financed. His son could cooperate or one could find lawyers bureau, working per bono.

Rev. Decker-Huppert commented that her church was doing a great deal of projects for the deaf and hard of hearing. She reported that in the last six months, the congregation of St. Johns had just bought a mobile loop that allowing persons with hearing aids and cochlear implants to be able to hear any speakers in church services. Secondly, there was a course being offered in German Sign Language in the church lead by a deaf lecturer, and thirdly, at least three new church services would be offering translators for the deaf a
the first of Advent 11 o’clock,(Marksuzentrum) Christmas Eve 15:30 St. Mark’s (Markuszentrum) and an ecumenical service on 1st of January St John’s Church (Johanneskirche).

Members of the Public gave their opinions.
Mr. Wittlinger: was positively amazed and found it astounding that such an idea of a German Sign Language University developed. It was incredibly good, and he hoped with all his heart this project would to fruition. Mr. Sailer stressed again that a need of the sign language university exists. There are at present 100 deaf students in Germany. It
is important to aim for national support and include the churches in the project.
He suggested, to seek support not only from the Rhineland-Palatinian federal state government but also from the governments of the adjacent Federal states. Mr. Anheuser stressed the importance of the European and federal levels with such a project. He mentioned the idea being supported also by Mr. Pörksen, reported that Mrs.
Weis supported the idea and had gained support in the Ministry of the Interior and further support from the Conservatives Chair of the European Parliament.

Mrs. Clausen as an American, herself bilingual underlined the importance of sign language. She reported that she made contact with Professor Dirkson Baumann of Gallaudet University who with his colleagues supported and welcomed the idea of such a University here in Europe.

Topic 7:
Dr. Clausen summarized that persons present were united in their support for this project and in their interest in pursuing this idea further. The questions which are to be clarified now are those regarding financing, the goal’s parameters and running a feasibility study.
He suggested creating a steering group for preparing and running this study.
Who should work on this steering group: Mr. Clausen states that the DGB and the city
Bad Kreuznach should be represented, cooperating with the church as well as finding someone with legal knowledge. In the protestant church there are experts
for education and politics. Mr. Sailer will ask Mrs. Sabine Fries, to represent on his behalf the German Deaf Association. Mr. Anheuser, and Mr. Profit would likewise cooperate.
Dr. Barth would also be joining the steering group knowing as he does university structures and Mrs. Clausen would continue being coordinator and organizer.

There was then a vote taken which was unanimous in support of creating a European Sign Language University. The way forward then would be to run a feasibility study. This was endorsed by all those present.

© 2009 – Hand In Hand Unterstützungsgruppe

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