Offizieller Spendenaufruf

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Familien, liebe Gönner,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

am 26. Juni 2010 wurde die „Gesellschaft der Europäischen Gebärdensprach-Universität BadKreuznach e.V.“ gegründet und wurde sofort aktiv.

Seit der Vereinsgründung ist unser Bekanntheitsgrad gestiegen, weil den Leuten endlich bewusst wurde, dass eine einmalige Chance für die Welt der Tauben (Gehörlose und Hörgeschädigte mit Gebärdensprachkompetenz) und auch der Hörenden in greifbare Nähe gerückt ist:

der Aufbau einer Europäischen Gebärdensprach-Universität in Bad Kreuznach!

Wir von der „Gesellschaft der Europäischen Gebärdensprach-Universität Bad Kreuznach e.V.“ haben uns zum Ziel gesetzt, in Europa die erste und damit die zweite Gebärdensprach-Universität auf der ganzen Welt aufzubauen. Die Gallaudet-University in Washington D.C., die seit gut 150 Jahren besteht, ist eine Einrichtung für Gehörlose. Wir aber arbeiten an einem Projekt, das nicht nur Taube und ihre Entwicklung nachhaltig fördert, sondern eine Perspektive für ALLE, d.h. Taube und Hörende darstellt (Inklusion gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention). Somit könnte Wirklichkeit werden, was vorher für „unrealisierbar“ gehalten wurde. Die Tauben könnten mit dem Besuch dieser Universität endlich ihre Bedürfnisse nach Weiterbildung und einem akademischen Abschluss verwirklichen.

Seitdem sind wir auch bemüht, jeden von dieser Universität zu überzeugen und bitten daher dringend um Spenden, weil wir nicht mehr viel Zeit haben: Das etwa 8 Hektar große Gelände, auf dem die Universität entstehen soll, ist leider nur bis Anfang Januar 2011 für uns reserviert, dann wird dieses Gelände für Investoren freigegeben und unser Traum könnte wie eine Seifenblase zerplatzen, wenn wir nicht bis dahin die Anzahlung von 2 Millionen Euro zustande bekommen – daher geben wir nicht auf und kämpfen weiter für diesen Traum! Für die komplette Einrichtung brauchen wir insgesamt etwa 100 Millionen Euro, an denen sich die EU sowie staatliche Institutionen und Stiftungen beteiligen werden.

Da sowohl für Taube als auch für gebärdensprachkompetente Hörende die Chance besteht, an dieser Universität zu studieren, sollte jeder für dieses Projekt spenden. Es betrifft unser aller Zukunft und ALLE sollten daran teilhaben können.

„Wer nicht fragt, bekommt nichts!Wir wollen daher die lange Strecke, die wir im Moment vorerst noch ohne öffentliche finanzielle Förderung bewältigen, mit eurer Hilfe schaffen und bitten euch, unsere frischgebackene Gesellschaft mit einer kleinen oder auch großen Spende zu unterstützen, weil wir dringend darauf angewiesen sind!

Mit gebärdenfreundlichen Grüssen

der Vorstand der Gesellschaft der Europäischen Gebärdensprach-Universität Bad Kreuznach e.V.

Dieser Text hier als PDF

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SWR weitet Untertitelung aus: Ab Oktober werden Nachrichten um 19.45 Uhr im SWR Fernsehen untertitelt

Baden-Baden (ots) – Baden-Baden. Der Südwestrundfunk (SWR) wird die Untertitelung seiner Sendungen im SWR Fernsehen ausbauen. Um auch hörgeschädigten Zuschauern die Chance zu bieten, das Informationsangebot des SWR zu verfolgen, werden ab Montag, 4. Oktober 2010, auch die Hauptausgaben von „Baden-Württemberg aktuell“ und „Rheinland-Pfalz aktuell“ um 19.45 Uhr live untertitelt werden. Dies kündigte SWR-Intendant Peter Boudgoust bei der Sitzung des SWR-Rundfunkrates am Freitag, 24. September 2010, in Baden-Baden an.

Der SWR-Intendant erklärte, dass die Untertitel von ARD-Text in Potsdam erstellt würden. Hierzu werde gerade ein Vertrag mit dem zuständigen RBB ausgehandelt. In mehreren Testläufen sei das Projekt bereits positiv getestet worden. Boudgoust: „Die Live-Untertitelung ist mit einem nicht unerheblichen technischen Aufwand verbunden. Unter anderem müssen dafür die Signale beider Fernsehlandesprogramme nach Potsdam übertragen werden. Wir sehen es jedoch als unsere Aufgabe an, auch gehörlosen und schwerhörigen Menschen eine Beteiligung am politischen, sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Alltag zu ermöglichen. Das Fernsehen spielt hier eine ganz zentrale Rolle.“

Bislang sind im SWR Fernsehen die „Tagesschau“, das Wirtschaftsservicemagazin „Marktcheck“ (donnerstags 21 Uhr), die „Tatort“-Wiederholungen am Dienstag sowie die Serienübernahmen aus dem Ersten untertitelt. Boudgoust betonte, dass dem SWR die Belange behinderter Menschen sehr am Herzen liegen und er sich in seinen Programmen auch mit der Situation von Hörgeschädigten besonders auseinandersetzt. Zudem habe der SWR auf seinen Videotextseiten (Seite 680/690) ein Gehörlosenmagazin eingerichtet. Dabei arbeite der Sender eng mit Gehörlosen-Landesverbänden aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammen. Zudem sei das Internetangebot SWR.de seit Längerem schon auf eine barrierefreie Nutzung umgestellt. So können sehbehinderte Menschen auf den Internetseiten des SWR Schriften vergrößern. Zur besseren Lesbarkeit werden zudem die Farbkontraste verstärkt. Videobeiträge werden durch inhaltliche Beschreibungen ergänzt. Außerdem können sich sehbehinderte User über einen für verschiedene Angebote eingerichteten Extra-Service Texte vorlesen lassen. Dafür ist der SWR 2009 im Wettbewerb um die besten barrierefreien Internetseiten mit dem „Biene-Award“ in Silber der „Aktion Mensch“ und der „Stiftung Digitale Chancen“ ausgezeichnet worden.

Quelle: SWR

Das Recht auf die Verwendung der Gebaerdensprache in Bildungseinrichtungen

Meldung aus Taubenschlag:

Gebärden im Unterricht. Dafür haben Gehörlose seit über einem Jahrhundert gekämpft. Der Weltverband der Gehörlosen meint: gehörlose Kinder haben ein RECHT auf Gebärdensprache. Sie können den Weltverband unterstützen mit Ihrer Online-Unterschrift. Über 2000 Menschen aus der ganzen Welt haben schon unterschrieben!

Das Recht auf die Verwendung der Gebärdensprache in Bildungseinrichtungen

Weil nicht jeder den englischen Text versteht, hat Prof. Rathmann ihn ins Deutsche übersetzt:

Der Weltverband der Gehörlosen (WFD) ruft dazu auf, die Petition „New Era Document“ zu unterstützen. Die Petition richtet sich gegen die Beschlüsse, die 1880 beim Mailänder Kongress getroffen wurden und den Einsatz von Gebärdensprachen in Bildungseinrichtungen untersagten.

Dieser Aufruf richtet sich an die Menschen aller Nationen weltweit, sich der Historie zu erinnern und dafür Sorge zu tragen, dass Bildungseinrichtungen alle Sprachen akzeptieren und auchGebärdensprachen und andere Formen der Kommunikation respektieren.

Das „New Era Document“ (Dokument eines neuen Zeitalters) wurde erstmalig vorgestellt und von Hunderten von Menschen gebärdet beim 21. Internationalen Kongress für Bildung Gehörloser (ICED) im Juli 2010 in Vancouver, Kanada. Der offizielle Petitionstext ist unten einzusehen. Es wird jetzt begonnen, die Unterschriften zu sammeln bis zum nächsten ICED Kongresstermin in Griechenland 2015. Bitte beteiligen Sie sich an der Petition, indem Sie Ihren Namen an das Ende der Liste setzen.

Concept

Now our Concept in English! (PDF)

Interview mit Dr. Ingo Barth auf Deafzone

Interview mit Dr. Ingo Barth auf Deafzone.ch
Europas erste Gebärdensprach-Uni entsteht in Bad Kreuznach!

Interview – Süddeutsche Zeitung mit Patrick Hennings

Hochschule für Gebärdensprache – (Süddeutsche Zeitung) Interview mit Patrick Hennings (PDF)

Wegen einiger Kritiken gegenüber meiner Person… 🙂

Eine kurze und knappe Stellungnahme von mir:
Die Einleitung zum Interview ist nicht Bestandteil meiner Formulierungen.
Ich erwähnte nie „Gehörlosen-Uni“ und ich erwähnte natürlich, dass auch Hörende an der Gründung mitwirkten, und diese Uni für ALLE sein soll!
Es ist leider oft bei Hörenden immer wieder „Volksmund“ von einer Gehörlosen-Uni zu sprechen. Außerdem tun sich wohl immer noch viele Menschen damit schwer den Begriff Inklusion zu gebrauchen. Ich sprach hier beim Interview ausschliesslich von Inklusion. Es wird wohl noch dauern, bis alle verstehen, was mit dem Unterschied von Integration und Inklusion gemeint ist.

Man sieht anhand dieses Interviews mit  mir, dass wir noch viel für die Aufklarung tun müssen.
Ich bin trotz „Volksmund“ sehr optimistisch, was unsere Gesellschaft betrifft. Ich erlebe immer mehr Menschen, die die Idee einer Europäischen Gebärdensprachen-Uni sehr begrüßen, weil sie Vorteile für ALLE bieten wird.

Viele Grüße
Patrick Hennings

Interview Deafservice – Dr. Ingo Barth

Interview von Deafservice mit Dr. Ingo Barth.
Eine separate Pressemitteilung folgt noch.
Sept-2010-Barth (PDF)